Spezifikationen für Cross Collateral (Global Derivatives)

Dieser Artikel befasst sich mit unserem globalen Derivate-Angebot, das derzeit nur für geeignete Kunden in unterstützten Regionen außerhalb der USA verfügbar ist. Erfahren Sie mehr über die Derivat-Produkte von Coinbase

Die Bedingungen in diesem Artikel gelten für Sie ab dem Datum des Inkrafttretens der aktualisierten Nutzungsvereinbarungen von Coinbase Bermuda Limited. Für die meisten Kunden ist dieses Datum der 1. Oktober 2026. Wenn wir Sie informiert haben, dass die Bedingungen für Sie an einem früheren Datum in Kraft treten, gilt für Sie dieses frühere Datum.

Bei Modellen mit Cross Collateral werden alle Cross-Collateral-Währungen zu ihrem aktuellen USD-Wert bewertet und der gesamte USD-Wert des Kontos für Margin-Zwecke herangezogen. Dadurch können andere Währungen als die Abwicklungswährung verwendet werden, um die Margin-Anforderungen für ein bestimmtes Instrument zu erfüllen. So kann beispielsweise BTC verwendet werden, um Positionen in USDC-abgewickelten Instrumenten zu besichern. Jede als Cross Collateral hinterlegte Währung kann als Margin für jede Derivateposition mit Cross Margin verwendet werden.


Cross-Collateral-Währung

Verrechnungswährung

Abschlag (X:PM)

Abschlag (X:SM)

BTC 

✓

-

-

-

ETH 

✓

-

-

-

PAXG 

✓

-

2,5 %

5 %

USDC 

✓

-

-

-

USDT 

✓

-

2 %

2 %

SOL 

✓

-

-

15 %

XRP 

✓

-

-

15 %

HBAR

✓

-

-

32,5 %

HYPE

✓

-

-

15 %

LINK

✓

-

-

20 %

NEAR

✓

-

-

25 %

TAO

✓

-

-

37,5 %

ADA

✓

-

-

25 %

DOGE

✓

-

-

17,5 %

AAVE

✓

-

-

45 %

cbETH

✓

-

5 %

5 %

EURC

✓

-

2 %

3 %

Abwicklungswährungen

Jedes auf Coinbase Advanced Trading verfügbare Derivatinstrument hat eine Abwicklungswährung. Die Abwicklungswährung ist die Währung, die für den Erhalt oder die Zahlung etwaiger Gewinne/Verluste aus dem Trading mit dem Instrument verwendet wird. Daher werden auch die Margin-Anforderungen für das Instrument in dieser Abwicklungswährung berechnet.

Mit Cross Collateral können andere Währungen als die Abwicklungswährung zur Erfüllung der Margin-Anforderungen eines bestimmten Instruments verwendet werden.

Cross-Collateral-Währungen

Währungen, die als Sicherheit für das Traden von Produkten mit einer anderen Abwicklungswährung verwendet werden können, werden als Cross-Collateral-Währungen bezeichnet. Wenn Cross Collateral aktiviert ist, können diese Währungen als Margin für jede Derivat-Position mit Cross Collateral auf Coinbase Advanced verwendet werden.

Verrechnungswährungen

Eine Verrechnungswährung kann ausschließlich zur Absicherung von Aufwärtsrisiken bei Produkten der jeweiligen Währung verwendet werden.  Deribit weist derzeit keine Währungen als reine Verrechnungswährungen aus.

Verrechnungswährungen werden hauptsächlich verwendet, um Positionen wie gedeckte Calls und Short-Futures-Positionen effizienter zu ermöglichen.

Cross-Collateral-Abschläge

Bei der Berechnung der Initial Margin (IM) kann bei bestimmten Cross-Collateral-Währungen ein Abschlag angewendet werden. Die Höhe des Abschlags hängt von der jeweils als Sicherheit verwendeten Währung ab; bei einigen Währungen kann er auch bei Null liegen.

Zweck dieser Abschläge ist es, das Cross-Collateral-System sicherer zu machen, indem für bestimmte Cross-Collateral-Währungen ein zusätzlicher Margin-Puffer vorgehalten wird. Dies wird erreicht, indem ein festgelegter Prozentsatz (der jeweilige Abschlagssatz) dieser Währungen als Initial Margin reserviert wird.

Hinweis: Abschläge erhöhen Ihr Initial Margin Requirement – sie reduzieren nicht Ihr Margin-Guthaben.

Wenn beispielsweise der Abschlag für eine Währung im Cross-Collateral-System 2 % beträgt, können 98 % des Eigenkapitals dieser Währung als Margin für Derivatepositionen verwendet werden, während 2 % für den Abschlag reserviert werden.

Neugewichtung des Kontos

Wenn Cross Collateral aktiviert ist, kann das Eigenkapital einer bestimmten Abwicklungswährung negativ werden, während das Konto als Ganzes solvent bleibt. Dem Negativstand des Eigenkapitals in einer einzelnen Währung sind zwei Grenzwerte gesetzt: ein absolutes und ein relatives Limit. Das absolute Limit ist ein fester Wert, der von Deribit vorgegeben wird. Das relative Limit entspricht einem Prozentsatz des gesamten übergreifenden Eigenkapitals. Sobald einer dieser Grenzwerte überschritten wird, erfolgt eine automatische Neugewichtung. Dabei wird unter Einsatz einer Währung mit positivem Eigenkapital ein Betrag der Währung mit negativem Eigenkapital gekauft, der dem festgelegten Mindestbetrag für die Neugewichtung entspricht. Wenn eine Neugewichtung erforderlich ist, der Wert der Assets jedoch unter diesem Mindestbetrag liegt, wird der gesamte verfügbare Betrag für die Neugewichtung verwendet.

Die Neugewichtung eines Kontos ist ein von der Liquidation unabhängiger Prozess. Selbst bei einem gesunden Konto mit ausreichender Maintenance Margin kann eine Neugewichtung des Kontos erforderlich sein, wenn das Eigenkapital einer bestimmten Währung einen Negativgrenzwert erreicht. Bei der Neugewichtung werden ausschließlich die im Konto gehaltenen Währungen neu gewichtet. Positionen in Derivatinstrumenten (z. B. Krypto-Optionen, Futures, Perpetuals) werden während dieses Vorgangs nicht liquidiert.

Für die Neugewichtung fallen keine zusätzlichen Gebühren an.

Beschreibung

Standardgrenzwert

Maximales absolutes Limit für negatives Eigenkapital pro Währung

1.000.000 $

Relatives Limit des übergreifenden Eigenkapitals

100 %

Mindestbetrag für die Neugewichtung

1.000 $

Collateral-Gebühren

Wenn Cross Collateral aktiviert ist, kann das Eigenkapital einer bestimmten Abwicklungswährung negativ werden, während das Konto als Ganzes solvent bleibt.

Solange das Eigenkapital einer Währung im Konto negativ bleibt, wird für dieses Konto eine Collateral-Gebühr erhoben. Diese Gebühr wird täglich in derselben Währung wie der negative Saldo berechnet (Standardsatz: 0,05 % pro Tag), und zwar basierend auf der Dauer, für die das Eigenkapital einen Negativstand aufweist, und mit Sekundengenauigkeit.

Um die Zahlung von Collateral-Gebühren zu vermeiden, können Sie die Währung mit dem negativen Eigenkapital selbst wieder auffüllen, indem Sie beispielsweise Geld in Ihr Global-Derivatives-Portfolio überweisen. Collateral-Gebühren sollen hauptsächlich dazu dienen, Kunden dazu anzuhalten, eigenständig und zeitnah für erforderliche Neugewichtungen zu sorgen.

Abhebbares Cross-Collateral-Guthaben

Bei allen Kontoarten sind Beträge, die als Initial Margin für Positionen oder Orders gehalten werden, nicht für Auszahlungen verfügbar und sind daher nicht im abhebbaren Guthaben enthalten. Bei Cross-Collateral-Konten kommt eine zusätzliche Einschränkung für negatives Eigenkapital hinzu. Wird beispielsweise das Eigenkapital einer Währung durch Verluste negativ, dann wird der Betrag Ihres anderen verfügbaren Collaterals, den Sie übertragen können, um den Wert dieses negativen Eigenkapitals reduziert.

Cross Collateral PM Spot-Bestände

Bei Konten, die auf Cross-Portfolio-Margin (X:PM) eingestellt sind, können die Margin-Kennzahlen auch dann ungleich null sein, wenn keine Derivate-Positionen offen sind.

Das bedeutet nicht, dass das schlichte Halten eines Guthabens auf einem Cross-PM-Konto zur Liquidation des Kontos führen kann. Es hat auch keinen Einfluss auf Ihre Fähigkeit, Geld abzuheben, solange keine Derivate-Position offen ist. Es ist schlichtweg eine Folge davon, dass alle Salden für Margin-Berechnungen in Dollar umgerechnet werden und Spot-Bestände ebenfalls Teil der Risikomatrix sind.

Auch hier gilt: Liquidationen werden nur ausgelöst, wenn Derivatepositionen gehalten werden und die Anforderungen an die Maintenance Margin anschließend 100 % übersteigen.